Compoundbogen – der modernste seiner Art.

Der Compoundbogen (englisch compound = “Verbund”) ist die bis dato modernste Ausführung eines Bogens. Erfunden wurde er 1966 von Helles Willbur Allen in den USA.
Beim Compundbogen werden die Sehnen (Kabel) über Kurvenscheiben bzw. Rollen (camwheels, kurz cams) geführt.  Durch Anwendung der Hebelgesetze nimmt die Kraft nach dem Überschreiten des Gipfelzuggewichts schlagartig ab. Der Schütze muss nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Zuggewichts halten. Dies ermöglicht dem Schützen mit dem Compoundbogen ein ruhiges halten und zielen.

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Höchste Präzision durch modernste Technik

Ein richtig eingestellter Compoundbogen gemeinsam mit dem optimalen Pfeil, ermöglicht dem Schützen hochpräzise Schüsse. Die hohe Pfeilgeschwindigkeit sorgt für eine flache Flugkurve und ein Compoundbogen steht prinzipiell sehr ruhig im Schuss.
Darüber hinaus kommen beim Compoundbogen meist auch Visiere, Lochvisiere und Stabilisatoren zum Einsatz. Gezogen wird meist mithilfe einer Handschlaufe und eines Releases.

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Auch ein Compoundbogen ist nur ein Bogen

Letzthin ist aber auch ein Compoundbogen nur ein Bogen. Wenn man Visier und alles weitere abbaut, kann man ihn natürlich auch intuitiv schießen.
In der Praxis habe ich selbst bislang nie jemanden gesehen, der einen Compoundbogen intuitiv schießt. In diversen Bogensportforen lese ich ab und an mal, dass Compoundschützen versuchsweise einmal alles abbauen und intuitiv damit schießen. Wie viele Schützen dies tatsächlich dauerhaft praktizieren, entzieht sich meiner Kenntnis.
(Falls du intuitiver Compoundbogenschütze bist, schau mal in meiner FB-Gruppe vorbei. Ich würde mich über Erfahrungsberichte aus der Praxis freuen)

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Compoundbogen für Einsteiger?

Viele Menschen, die in den Bogensport einsteigen möchten überlegen natürlich auch, ob das Schießen mit Compoundbogen etwas für sie wäre. Wer sich von diesem Bogentyp angesprochen fühlt, dem rate ich dazu, erst einmal beim Fachhändler oder im Verein Probe zu schießen. Prinzipiell muss man für den Compoundbogen auch ein bisschen Liebe zur Technik mitbringen. Das richtige Schießen muss man für diese Art von Bogen natürlich genauso üben wie für jeden anderen Bogen auch.
Wer die Grundlagen erlernt, wird mit einem solchen Hightech-Bogen recht schnell ein sauberes Trefferbild zuwege bringen. Um jedoch tatsächlich die Präzision zu erreichen, die mit dem Compoundbogen möglich ist, braucht man aber natürlich ebenfalls viele Jahre Training. Möchte jemand hingegen von vornherein intuitiv, mit möglichst einfachem Setup schießen, rate ich zu einem einfacheren Bogentyp.

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Compoundbogenschütze vs. intuitivem Schützen mit Langbogen etc…

Immer wieder mal taucht die Frage auf, ob ein intuitiver Schütze mit einem blanken Bogen, einen Schützen mit voll ausgestatteten Compoundbogen im direkten Vergleich schlagen kann.
Prinzipiell ja! Allerdings nur dann, wenn ein sehr guter intuitiver Schütze gegen einen sehr schlechten Compoundschützen antritt. Bei in etwa gleichen Fähigkeiten wird der intuitive Schütze normalerweise aber nicht mehr an die Präzision des Compoundschützen herankommen.
Letztendlich ist diese Überlegung aber ohnehin nur sinnvoll, wenn der Bogen für etwas anderes eingesetzt werden soll als für den Bogensport. Ein Jäger der waidgerecht mit dem Bogen jagen will, wird natürlich eher auf den Compoundbogen zurückgreifen. (Bzw. in den meisten Fällen ohnehin nur mit diesem jagen dürfen)
Ansonsten aber gilt: Jeder schießt den Bogentyp der ihn anspricht und erfreut sich daran.

Alle ins Gold, alle ins Blatt!

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