Köcher beim Bogenschießen

Köcher sind beim Bogenschießen in den meisten Fällen hilfreich. Sofern nicht nur am Platz geschossen wird und dort ein Pfeilbehälter zur Verfügung steht, dient der Köcher dem sicheren Transport der Pfeile und einem raschen Zugriff darauf. Hier erfährst Du, welche Vor- und Nachteile verschiedene Pfeilbehältnisse beim Bogenschießen haben.

Seitenköcher mit Metallclip

Einfache Seitenköcher mit Metallbügel haben den Vorteil, dass sie einfach am Hosenbund oder Gürtel eingehängt werden können. Man muss also nicht extra den Gürtel durch fädeln oder überhaupt einen tragen.

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Seiten- Köcher mit Gürtelschlaufe

Seitenköcher mit Gürtelschlaufe sitzen prinzipiell stabiler als Köcher die am Metallhaken baumeln. Vor allem auch bei Köchern die mit zusätzlichen Taschen versehen sind, in denen Zubehör transportiert wird, ist eine Gürtelschlaufe die sinnvollere Variante.

Köcher mit Stauraum:(Werbung)

Vor- und Nachteile von Seitenköchern allgemein

Der Vorteil von Seitenköchern liegt darin, dass sie bequem zu tragen sind. In der Regeln werden sie an der Seite des Pfeilarmes getragen und die Pfeile schauen dabei nach vorne. So stört der Köcher beim Bogenschießen nicht und es ist ein einfacher und bequemer Zugriff auf die Pfeile möglich.
Der Nachteil von Köchern, die an der Seite getragen werden besteht vor allem darin, dass sie unter Umständen im Gelände hinderlich sind. Je nach Befestigungsart baumeln sie beim Gehen auch relativ stark herum.
Es gibt allerdings auch Seitenköcher, die so geformt sind, dass sich die Pfeile fast senkrecht hinter dem Schützen befinden.

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Rücken- Köcher – der Klassiker unter den Köchern

Bekannt aus Film und Fernsehen ist natürlich der klassische Rückenköcher, der Mithilfe eines Gurtes am Rücken getragen wird. Ein Rückenköcher hat den Vorteil, dass er beim Gehen am Parcours relativ wenig stört. Entsprechend festgezurrt bewegt er sich beim Gehen auch kaum.
Ein Köcher auf dem Rücken bringt aber auch Nachteile mit sich. Zum einen sieht man nicht, nach welchen Pfeilen man greift. Dies ist vor allem dann ein Problem, wenn man bereits beschädigte Pfeile im Köcher hat. Bei diesen kann man zwar die Nocke abnehmen, aber es ist unbequem, die Pfeile immer erst hinter dem Rücken abtasten zu müssen. Des Weiteren kommt ein Rückenköcher für das Bogenschießen nur dann infrage, wenn es einen nicht stört dabei etwas umhängen zu haben. Ferner passiert es auch immer wieder, dass Schützen die Pfeile aus dem Köcher rutschen, wenn sie sich bücken müssen.

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Bogenköcher – praktische Tuning Maßnahme oder unnötige Erschwernis?

Als dritte Variante kommt noch der Bogenköcher infrage, also ein Köcher, der direkt auf den Bogen montiert wird. 

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Anbauköcher gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und je nach Bogentyp auch mit unterschiedlichen Optionen zur Befestigung. Bei traditionellen Bögen werden die Bogenköcher meist an den Wurfarmen befestigt.
Ein Bogenköcher macht den Bogen schwerer. Er erhöht die Masse des Bogens, wodurch der Bogen beim Abschuss ruhiger in der Hand liegt. Allerdings gilt auch, dass der Anbauköcher dadurch dem Bogen ein wenig Leistung nimmt. Spinewertrechner ziehen für einen an den Bogen angebauten Köcher in der Regel einen Wert von ca. 4 vom Holzspine ab. 
Wie sehr sich ein Bogenköcher auf den Schuss auswirkt, ist jedoch unterschiedlich. Es hängt ab vom Gewicht des Köchers, von Anzahl und Gewicht der darin befindlichen Pfeile sowie Art und Postion der Befestigung. 
An und für sich bedeutet dies, dass man bei Verwendung eines Bogenköchers, bei Abgabe mehrerer Schüsse, bei jedem Schuss ein verändertes Setup hat, da sich ja das Gewicht des Köchers mit jedem entnommenen Pfeil verändert. Inwiefern man das als intuitiver Bogenschütze am 3D Parcours merkt, ist natürlich eine andere Frage. 

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Allgemeines zum Köcher beim Bogenschießen

Letzthin ist es eine Frage der Vorliebe, für welchen Köcher man sich beim Bogenschießen entscheidet. Achten solltest Du darauf, dass er für Dich persönlich bequem zu tragen und zu benutzen ist, ohne dass er Dich beim Bogenschießen oder beim Gehen am Parcours stört. Ich selber benutze einen schlichten Seitenköcher ohne Röhren mit Metallbügel – ach ja, wegen der Röhren in den Köchern wär´s gewesen, die gibts ja auch noch. Köcher mit Plastikröhren darin sind insofern praktisch, als das die Pfeile darin sortiert werden können. Nachteil: Es klappert!

Alle ins Gold, alle ins Blatt!

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