Was ist Mentaltraining?

Bei mentalem Training handelt es sich nicht um eine einzige, spezielle Technik. Mentaltraining ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von Techniken, durch deren Einsatz sich die mentalen Fähigkeiten eines Menschen verbessern lassen. Speziell im Sportbereich gehören hierzu beispielsweise die Regulation des Aktivierungsniveaus und der Aufmerksamkeit sowie die Selbstgesprächsregulation. Allgemein fördert Mentaltraining die Fähigkeit mit Belastungssituationen umzugehen und stärkt das Selbstbewusstsein. 
Häufige Methoden sind beispielsweise Entspannungstechniken, neurolinguistisches Programmieren, Suggestion und Autosuggestion sowie Visualisierung- und Imaginationsübungen.
Mentales Training bedeutet insofern Training, als das die entsprechenden Reize auf mentaler Ebene wiederholt angewandt werden, wodurch die angestrebten Veränderungen erreicht und verfestigt werden. 

Besser Bogenschießen mit Mentaltraining

Dieses Buch bietet aktiven Bogenschützen die Möglichkeit, selbstständig an ihrem mentalen Setup zu arbeiten. Entgegen der Annahme vieler Bogenschützen, können wir durchaus auf unseren mentalen Zustand einwirken und daran arbeiten, in unseren individuellen Optimalzustand für das Bogenschießen zu gelangen. Erst wenn...

Wie wichtig ist Mentaltraining im Bogensport?

Man kann sagen, dass sich Bogenschießen aus drei Elementen zusammensetzt: Dem Material, der Schießtechnik und den mentalen Fähigkeiten des Schützen. Das Pfeil-Bogen-Setup muss natürlich passen und eine stimmige Schießtechnik muss erlernt und fortwährend geübt werden. Bei gleichem Material und gleich entwickelter Schießtechnik, trifft jedoch der Schütze mit den besser entwickelten mentalen Fähigkeiten regelmäßiger ins Ziel. Je höher das Niveau ist, auf dem ein Schütze schießt, desto wichtiger wird auch der mentale Aspekt für ihn. Die theoretisch mögliche Höchstleistung kann nur dann abgerufen werden, wenn auch „im Kopf alles passt“, wie man umgangssprachlich so schön sagt.
Dennoch sollte der mentale Aspekt von Anfang an beachtet werden, da eine saubere Schießtechnik wesentlich schneller und einfacher zu erlernen ist, wenn zugleich auch Mentaltraining praktiziert wird.

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Ist Bogenschießen an sich nicht schon Mentaltraining?

Ja und nein. Wer regelmäßig Bogen schießt, bemerkt früher oder später meist auch, dass letztlich der mentale Aspekt über Treffer oder Fehlschuss entscheidet. Zugleich fördert Bogenschießen auf einer allgemeinen Ebene die mentalen Fähigkeiten. Mentaltraining an sich ist Bogenschießen jedoch nicht. Es ist jedoch ein guter Anzeiger dafür, wie es im Moment um die eigenen mentalen Fähigkeiten bestellt ist. Zumindest wenn der Schütze sein Augenmerk auf diesen Aspekt legt, lernt er beim Bogenschießen viel über sich selbst und erkennt, in welchen mentalen Bereichen er an sich arbeiten sollte.

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Warum betreiben viele Bogenschützen kein mentales Training?

Das viele Bogenschützen kein Mentaltraining betreiben, trifft nur auf den Breitensport zu. Wer Bogenschießen als Hochleistungssport betreibt, dem stehen in der Regel auch Trainer oder Sportpsychologen zur Verfügung die ihm die notwendigen, mentalen Techniken vermitteln.
Im Breitensportbereich, in dem es auch sehr viele ambitionierte Bogenschützen gibt, existiert zwar bei relativ vielen Schützen ein grundsätzliches Interesse an der Thematik, aber es fehlt vielen Bogenschützen schlicht der Zugang dazu.
Des Weiteren gibt es natürlich auch eine gewisse Anzahl an Menschen, die dem Thema an sich einfach ablehnend gegenüberstehen. Gründe mögen hier verschiedene Vorurteile sein, bezüglich dessen, was Mentaltraining eigentlich ist. Auch sind manche der Meinung, sie selbst seien nicht für Mentaltraining geeignet – was meist daran liegt, dass sie nur von ein oder zwei Methoden daraus kennen, die sie irgendwann einmal ausprobiert haben und mit denen sie keine Erfolge erzielt haben.
Als letztes gibt es noch eine gewisse Anzahl von Menschen, die einfach nicht an ihren mentalen Fähigkeiten arbeiten möchten. Im Mentaltraining steht zwar der Veränderungsprozess im Vordergrund, jedoch erfährt man letztlich auch immer mehr über sich selbst – das ist nicht jedermans Sache. 

Mentaltraining ist keine Esoterik

Dieser Punkt ist hier gesondert aufgeführt, weil die Annahme, dass Mentaltraining esoterisch sei, ein häufiges – aber leider nicht unbegründetes – Vorurteil darstellt. In der Tat ist es so, dass auch im Esoterik-Bereich Mentaltraining angeboten wird und das sich Esoterik allgemein auch verschiedener mentaler Techniken bedient. Zugleich wurden Mentaltechniken auch über Jahrhunderte im spirituell-religiösen Kontext eingesetzt und teilweise auch kultiviert. Häufig wurden und werden hier Mentaltechniken auch eingesetzt, um Menschen zu manipulieren und in eine gewünschte Glaubensrichtung zu drängen. Auch werden diese Techniken eingesetzt und ihre Wirkungen als Scheinbeweis für das Vorhandensein irgendwelcher höheren, übernatürlichen Mächte angeführt.
Sinnvolles Mentaltraining erkennst Du daran, dass Du dabei an keine wie auch immer gearteten, esoterisch-religiösen Weltanschauungen glauben musst. Mentaltraining kommt ohne derartigen Überbau aus. Mentale Techniken basieren auf der Funktionsweise unseres Gehirns. Kein seriöser Mentaltrainer wird je von Dir verlangen, ein wie auch immer geartetes, esoterisches oder religiöses Weltbild anzunehmen und an Götter, Engel, Dämonen, Geistwesen oder was auch immer zu glauben und er wird Dir auch niemals sagen, dass Du die Existenz solcher Dinge mithilfe mentaler Techniken erfahren kannst. 

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Mehr zum Thema Mentaltraining

Ich selbst habe meine umfangreiche Mentaltrainer-Ausbildung 2020 abgeschlossen und baue – soweit es meine Zeit zulässt – die zugehörige Webseite auf, wo Du im Lauf der Zeit immer mehr Blogbeiträge mit kurzen Erklärungen zu Mentaltrainings-Techniken finden wirst. Einige gibt es schon, aber schau immer wieder mal rein: https://mentaltrains.at/.
Dort findest Du auch verschiedene Kurse im Bereich Mentaltraining. Oder wirf einfach einen Blick in mein Buch.

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