Worum geht es bei der Augendominanz?

 

Der Begriff Augendominanz bezeichnet den Umstand, dass vom Gehirn das retinale Abbild des einen Auges, gegenüber dem retinalen Abbild des anderen Auges bevorzugt wird.
Beim Sehen kommen zwei verschiedene Bilder im Gehirn an, weil die Augen ja nebeneinander liegen. Das Gehirn kombiniert diese beiden Bilder zu einem Gesamtbild. Dabei legt das Gehirn dieses Gesamtbild auf ein Auge – eben auf das dominante Auge.

 

Augendominanz, wie lässt sie sich feststellen?

 

Um deine Augendominanz festzustellen, versuche Folgendes:
Halte deinen Arm mit ausgestreckten Daumen vor dein Gesicht.
Lass beide Augen offen und bringe den Daumen deckungsgleich über einen einige Meter entfernten Punkt.
Schließe nun abwechselnd ein Auge, ohne dabei die Position deines Daumens oder deines Kopfes zu verändern.
Bei einem Auge wird dein Daumen nun (fast) genau auf seiner Position bleiben. Beim anderen Auge wird der Daumen scheinbar ein Stück zur Seite springen.
Das Auge bei dem der Daumen auf dem anvisierten Punkt bleibt, ist dein dominantes Auge.

 

Welche Rolle spielt die Augendominaz beim Bogenschießen?

 

Schießt man einen Bogen, der zur Augendominanz passt, hat man den Pfeil relativ nahe am dominanten Auge. Dadurch zeigt der Pfeil auch tatsächlich relativ genau in die Richtung, in die er dann fliegen wird.
Schießt man umgekehrt ein Bogen, der nicht zur Augendominanz passt, hat man einen Versatz in der Wahrnehmung. Der Pfeil wird woanders landen, als es aufgrund der optischen Wahrnehmung den Anschein hatte. Die Abweichung wird umso größer, je größer die Entfernung ist. Du kannst das mithilfe des obigen Testes ausprobieren.

 

Wie wichtig ist das dominante Auge beim intuitiven Bogenschießen jetzt tatsächlich?

 

Das ist die Preisfrage. Da wir intuitiv und nicht nach System schießen, könnten wir theoretisch sagen, dass uns die Augendominanz sch…egal sein kann. Dem ist aber prinzipiell nicht so, da wir das intuitive Schießen, im Laufe der Zeit, aufgrund unserer Erfahrungen lernen. Zu diesen Erfahrungen gehört natürlich auch unsere Wahrnehmung von Bogen, Pfeil und Ziel sowie das Verhältnis, zu dem diese Dinge zueinander stehen. Auch wenn wir nicht oder nur teilweise bewusst zielen, kommt diese Wahrnehmung natürlich in unserem Gehirn an.
Entsprechend fällt es den meisten Schützen leichter, wenn sie das Bogenschießen mit einem Bogen lernen, der zu ihrer Augendominanz passt.

ABER: Man trifft immer wieder auf Schützen, die den zu ihrer Augendominanz falschen Bogen schießen, die aber dennoch hervorragend treffen.
Wie kann das sein?
Fakt ist, dass man die Augendominanz durch die Kopfhaltung bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann. Des Weiteren kann man sich natürlich auch an den Versatz gewöhnen und so schießen lernen.
Auf der sehr empfehlenswerten Webseite von Karin und Dietmar Vorderegger wird eine Methode zum Umgang mit Kreuzdominaz empfohlen, die mir sehr vielversprechend erscheint. Bei dieser wird dazu geraten, beim Aufziehen beide Augen offen zu halten, danach das dominante Auge zu schließen und mithilfe der Split-Vision Methode zu zielen, wodurch das Gehirn mit der Zeit lernt, das richtige Bild zu nehmen.
Auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema. Da jeder Mensch ein bisschen anders gestrickt ist, lässt sich hier vielleicht auch keine ganz allgemein gültige Aussage machen.

Hier findest du noch ein Video zu einem Selbstversuch mit der Augendominanz von mir:

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Beim Sehen kommen zwei verschiedene Bilder im Gehirn an, weil die Augen ja nebeneinander liegen. Das Gehirn kombiniert diese beiden Bilder zu einem Gesamtbild. Dabei legt das Gehirn dieses Gesamtbild auf ein Auge – eben auf das dominante Auge.

 

Wie lässt sich die Augendominanz feststellen?

 

Um deine Augendominanz festzustellen, versuche Folgendes:
Halte deinen Arm mit ausgestreckten Daumen vor dein Gesicht.
Lass beide Augen offen und bringe den Daumen deckungsgleich über einen einige Meter entfernten Punkt.
Schließe nun abwechselnd ein Auge, ohne dabei die Position deines Daumens oder deines Kopfes zu verändern.
Bei einem Auge wird dein Daumen nun (fast) genau auf seiner Position bleiben. Beim anderen Auge wird der Daumen scheinbar ein Stück zur Seite springen.
Das Auge bei dem der Daumen auf dem anvisierten Punkt bleibt, ist dein dominantes Auge.

 

Welche Rolle spielt das beim Bogenschießen?

 

Schießt man einen Bogen, der zur Augendominanz passt, hat man den Pfeil relativ nahe am dominanten Auge. Dadurch zeigt der Pfeil auch tatsächlich relativ genau in die Richtung, in die er dann fliegen wird.
Schießt man umgekehrt ein Bogen, der nicht zur Augendominanz passt, hat man einen Versatz in der Wahrnehmung. Der Pfeil wird woanders landen, als es aufgrund der optischen Wahrnehmung den Anschein hatte. Die Abweichung wird umso größer, je größer die Entfernung ist. Du kannst das mithilfe des obigen Testes ausprobieren.

 

Wie wichtig ist die Augendominanz beim intuitiven Bogenschießen jetzt tatsächlich?

 

Das ist die Preisfrage. Da wir intuitiv und nicht nach System schießen, könnten wir theoretisch sagen, dass uns die Augendominanz sch…egal sein kann. Dem ist aber prinzipiell nicht so, da wir das intuitive Schießen, im Laufe der Zeit, aufgrund unserer Erfahrungen lernen. Zu diesen Erfahrungen gehört natürlich auch unsere Wahrnehmung von Bogen, Pfeil und Ziel sowie das Verhältnis, zu dem diese Dinge zueinander stehen. Auch wenn wir nicht oder nur teilweise bewusst zielen, kommt diese Wahrnehmung natürlich in unserem Gehirn an.
Entsprechend fällt es den meisten Schützen leichter, wenn sie das Bogenschießen mit einem Bogen lernen, der zu ihrer Augendominanz passt.

ABER: Man trifft immer wieder auf Schützen, die den zu ihrer Augendominanz falschen Bogen schießen, die aber dennoch hervorragend treffen.
Wie kann das sein?
Fakt ist, dass man die Augendominanz durch die Kopfhaltung bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann. Des Weiteren kann man sich natürlich auch an den Versatz gewöhnen und so schießen lernen.
Auf der sehr empfehlenswerten Webseite von Karin und Dietmar Vorderegger wird eine Methode zum Umgang mit Kreuzdominaz empfohlen, die mir sehr vielversprechend erscheint. Bei dieser wird dazu geraten, beim Aufziehen beide Augen offen zu halten, danach das dominante Auge zu schließen und mithilfe der Split-Vision Methode zu zielen, wodurch das Gehirn mit der Zeit lernt, das richtige Bild zu nehmen.
Auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema. Da jeder Mensch ein bisschen anders gestrickt ist, lässt sich hier vielleicht auch keine ganz allgemein gültige Aussage machen.

Hier findest du noch ein Video zu einem Selbstversuch mit der Augendominanz von mir:

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