Gutes Miteinander beim Bogenschießen

Beim Bogenschießen gibt es eine gewisse Etikette, die für ein gutes Miteinander sorgt. Neuen Schützen sind manche Dinge davon nicht bekannt, weshalb sich hier im Folgenden eine kleine Zusammenfassung findet. Das meiste davon sollte eigentlich der gesunde Hausverstand sagen, aber mancher Fehltritt passiert eben auch aus Unachtsamkeit. Du kannst ein besseres Miteinander beim Bogenschießen unterstützen, indem Du diesen Beitrag teilst. 

Für ein gutes Miteinander immer zuerst die Parcoursregeln/Platzregeln lesen

Die Kenntnis der allgemeinen Sicherheitsregeln sollte ohnehin obligatorisch sein. Eine Übersicht über die wichtigsten Regeln am Parcours findest Du unter diesem Link. Dennoch sollten bei einem Besuch einer Bogensportanlage, auf der man noch nie zuvor war, ebenfalls nochmals die ausgehangenen Regeln gelesen werden. Mitunter gibt es Unterschiede in der Anzahl der Pfeil die geschossen werden dürfen oder andere spezielle Regeln.

Am Parcours schnellere Schützen überholen lassen

Laufen am Parcours schnellere Schützen auf, lässt man diese ebenfalls gleich auf das jeweilige Ziel schießen. Beim nächsten Ziel lässt man den schnelleren Schützen dann den Vortritt. Dies minimiert Staus und sorgt für einen flüssigen Schießbetrieb, bei dem alle auf alle Ziele schießen können.

Nicht zu viele Pfeile auf ein Ziel schießen

Manche Parcours haben in ihren Parcoursregeln stehen, wie viele Versuche pro Ziel gemacht werden dürfen und wie viele Pfeile ein Ziel treffen dürfen. Die Angaben variieren hier, häufig ist auch keine derartige Information aufzufinden. Gibt es eine Beschränkung, ist diese selbstverständlich einzuhalten und davon abweichendes Training im Vorfeld mit dem Betreiber abzusprechen. Gibt es keine Beschränkung, sollte man den gesunden Hausverstand walten lassen. Niemand wird in diesem Fall etwas dagegen haben, wenn einmal mehrere Pfeile das Ziel treffen – aber bei jedem Ziel alle Pfeile im Köcher darauf zu ballern schadet nicht nur den Zielen, sondern hemmt auch den flüssigen Schießbetrieb und ist überdies auch kein sinnvolles Training. 

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Für ein gutes Miteinander den Schießbetrieb flüssig halten

Neben dem Überholen lassen bzw. dem Beschränken der Anzahl der Pfeile die geschossen werden, gehört es zum guten Ton den Schießbetrieb generell flüssig zu halten. Von daher ist es beispielsweise besser, am Parcours keine zu großen Gruppen zu bilden – oder falls doch, schnellere Schützen schießen und überholen zu lassen, bevor alle zehn Leute aus der Anfängergruppe ihre drei Versuche gemacht haben….
Ebenso ist es für ein gutes Miteinander sinnvoll, das Pfeile suchen beizeiten zu unterbrechen um nachkommende Schützen nicht zu lange warten zu lassen. In diesem Zusammenhang schadet es übrigens nicht, wenn man als Anfänger von den nahen Pflöcken schießt.
Am Einschießplatz bzw. der Scheibenanlage sollte man sich ab und zu umsehen, ob man nicht der Einzige ist, der noch meditativ vor sich hin schießt, während die anderen schon „ewig“ darauf warten endlich zum Pfeile ziehen gehen zu können. 

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Bogenschießen ist ein Sport der Ruhe und Konzentration. Entsprechend sollten während dem Schießen Gespräche vermieden oder zumindest gedämpft und im Abstand geführt werden, um fremde Schützen  nicht zu stören. Wie man das in der eigenen Freundesgruppe handhabt, ist dann natürlich individuell. 
Das am Einschießplatz des Parcours, wo sich häufig auch Bänke und Labe in der Nähe befinden, im Hintergrund geredet wird, ist normal und stört Schützen gemeinhin nicht. Von hinten aber lauthals die Schüsse anderer Schützen zu kommentieren ist unangebracht. (Und nein: die Witze, die Dir in diesem Zusammenhang einfallen, haben alle schon tausendmal gehört)

Haltet Euren Nachwuchs im Zaum

Bogenschießen für Kinder ist eine super Sache. Es verstehen auch alle, dass Kinder oft laut und lebhaft sind. Ihr müsst sie trotzdem so weit im Zaum halten, dass die Sicherheit nicht gefährdet und Schützen beim Schießen nicht über Gebühr gestört werden. Stöckchen die mal quer an den Schützen vorbeifliegen, oder Kinder die direkt neben aktiven Schützen Schwertkämpfe etc. austragen, sind einfach ein No-Go. 

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Für ein gutes Miteinander keine fremden Pfeile ziehen

Es ist häufig als Geste der Höflichkeit gedacht – dennoch solltest Du bitte keine fremden Pfeile ziehen. Schützen mögen es häufig nicht, wenn andere ihre Pfeile berühren. Einerseits wegen etwaiger Beschädigungen, andererseits weil sie sich die Trefferlage ansehen möchten. In der eigenen Gruppe wird dies natürlich gehandhabt wie ausgemacht.

Funpfeile sind Fundpfeile, kommen in die Sammelbox und bleiben auch dort

Fundpfeile kommen in die Sammelbox und werden nicht behalten oder gar aus der Fundbox mitgenommen. Jeder freut sich, wenn ein verlorener Pfeil zurückkommt.

Beim Pfeile ziehen entgegenhalten

Beim Pfeile ziehen – sowohl beim 3D Ziel als auch bei der Scheibe – muss immer entgegengehalten werden. Dies verhindert, dass die Ziele locker werden und sorgt für ein gutes Miteinander auch mit dem Parcoursbetreiber.

Das Rauchen einstellen

Häufig herrscht auf 3D-Parcours wegen Waldbrandgefahr ohnehin Rauchverbot oder ist nur an gekennzeichneten Plätzen erlaubt. Wenn ihr wo rauchen dürft, wäre es trotzdem nett, wenn ihr darauf achtet, den Rauch nicht genau in Richtung der aktiven Schützen zu blasen. Vor allem bei E-Zigaretten kann einem da mitunter der Eindruck entstehen, es würde spontan dichter Nebel aufziehen.

Für ein gutes Miteinander erscheinen Sie bitte gewaschen… 

… aber im Ernst: Über solche Selbstverständlichkeiten brauchen wir hier natürlich nicht mehr zu reden. Bzw. falls doch ist ohnehin Hopfen und Malz verloren. Ebenso wie es wahrscheinlich nichts ändern wird, hier über den bierbäuchigen Freizeitschützen zu reden, der plötzlich zum hilfsbereiten Cheftrainer der Bogensportelite erblüht, sobald eine junge Frau auf die Bogensportanlage kommt… . 

In diesem Sinne, mit ein bisschen Hausverstand und ein wenig guter Kinderstube:

Alle ins Gold, alle ins Blatt!

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